Der Staat zieht sich zurück

Verwaltungsvereinfachung und Deregulierung sind nicht aufzuhalten. Der Staat überlässt dem mündigen Bürger und Unternehmer zunehmend mehr Verantwortung.

Gleichzeitig wächst insbesondere im Brandschutz die Vielfalt von Gesetzen und Vorschriften, die Architekten als Planer und Objektüberwacher beachten müssen. Kommt es zu Personen- und Sachschäden, die aus mangelhafter Planung, Koordinierung oder Objektüberwachung des Brandschutzes herrühren, kann der Architekt auf verschiedenen Wegen zur Verantwortung gezogen werden.

Selbst nach Ablauf der Gewährleistung nach fünf Jahren verjährt die Haftung für Schäden durch einen Brand samt dessen Folgen aufgrund fehlerhafter Beratung praktisch nie.

Architekten, soweit sie im Brandschutz nicht über eine spezielle Expertise und Erfahrung verfügen, sollten deshalb schon zum „Selbstschutz“ einen Brandschutzplaner auch für die brandschutztechnische Bau- und Objektüberwachung (Fachbauleitung Brandschutz) einschalten.

Tun sie das nicht, sollten sie sich der Haftungsrisiken bewusst sein. Sie können nur dann vermieden oder reduziert werden, wenn zumindest die Kenntnis des Risikos überhaupt vorliegt.

Spindeltreppe im Wohnhaus Foto: Gottfried Erdmann
Spindeltreppe im Wohnhaus Foto: Gottfried Erdmann

Hohe Haftungsrisiken für Architekten im Brandschutz

Eberl-Pacan
Architekten + Ingenieure für Brandschutz
Fasanenstraße 44
10719 Berlin-Wilmersdorf
Tel. +49 30 700 800 930