Brandschutz zum Lachen und zum Weinen

Mein Dreh mit Mario

Thema: Brandschutz und WDVS

Mario und ich beim Aufwärmen vor den Dreharbeiten:

  • Mario so: “Dämmen mit Styropor, ist das nicht brandgefährlich?”
  • Ich so: “Nicht wenn man es richtig macht.”
  • Mario so: “Also dämmen mit Hirn!”
  • Ich so: “Ich weiß nicht, ob das gut genug dämmt?”
Der Dreh

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Unglaublich, aber wahr …

Brandschutz Stilblüte Juni 2015

“Man mag es kaum glauben, aber Holzständerwände können erhebliche Feuerwiderstandsdauern erreichen.”

Operation gelungen …

Ich habe zufällig … die Nachricht von dem Brand gehört und es hat mich dieser Tage interessiert, was eigentlich aus der Geschichte geworden ist, da über dieser Tiefgarage eine Wohnanlage ist. Nun das Feuer fand in der Abteilung statt, wo nur Acker darüber ist (Gotttseidank!)

Aber dieser Teil des Gebäudes ist kaputt, die komplette Decke muss erneuert werden. Die Frage die sich mir dazu stellt ist: „Welche Funktion hat eigentlich der Brandschutz, wenn nach einem Brand alles kaputt ist?

Wenn der Patient keine Tiefgarage oder kein Gebäude wäre, würde man bei Brandschutz in unserem Baurecht witzigerweise an den Kalauer denken „Operation gelungen – Patient tot“.

Stimme zum Brand in der Tiefgarage im der Silvesternacht 2014/2015

Gut beraten …

Brandschutz Stilblüte Juli 2014:

“Der Gesetzgeber rät also den Verantwortlichen solcher Einrichtungen, aber auch den Behörden und Planern, sich mit dem Thema Branddetektion auseinanderzusetzen und die Risiken dementsprechend zu berücksichtigen.”

Lieber fliehen … ;-)

Brandschutz-Stilblüte Mai 2014:

„In Hochhäusern und in Gebäuden mit hoher Personendichte muss alles getan werden, um den im Brandfall zu evakuierenden (evakuieren = entleeren) Menschen mehr Zeit zu verschaffen und die Flucht zu ermöglichen.“

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Neuer Titel im Brandschutz

Reizende Kabel

Die Kenngröße Azidität (Säuregehalt) wird seit vielen Jahren von der Kabelindustrie verwendet, um das korrosive Potential der von Kabeln freigesetzten Brandgase festzustellen. Sie ist ein guter Indikator für die reizende Wirkung von Brandgasen.

Quelle: Fachverband Kabel und isolierte Drähte

Image credit: Violin / 123RF Stock Foto

Lindenbäume und stumpfe Scheiben

Brandschutz: Die Kombination von Poesie und Technik

Die Brandschutzverglasung erstreckt sich über die gesamte Höhe und ist nur durch einen brandschutztechnisch verkleideten Träger unterbrochen.

Dadurch entsteht ein großzügiges Raumerlebnis, bei dem innen und außen verschmelzen: Die Besucher des Saals erblicken über die freischwingende Treppe hinweg das Oval eines sonnenüberfluteten Platzes und genießen den Blick auf die Lindenallee mit ihren sommerlich belaubten Bäumen.

Die einzelnen Scheiben der Verglasung sind stumpf aneinander gestoßen und ohne lastabtragende Pfosten mit einer Silikonfuge verbunden.

(Text vom Autor stark verändert)

Gebrauchsanweisungen für Feuerlöscher

Brandschutz zum Weinen gibt es – vor allem in Berlin – genug. Hier einmal wieder etwas zum Lachen:

Was haben Befehle, Gedichte, Witze und Gebrauchsanweisungen für Feuerlöscher gemeinsam?

Die Besten bestehen aus kurzen Sätzen!

nach Schneider, Wolf: Deutsch für Kenner, München 1996, S. 192.

Stilblüten aus Brandschutznachweisen

Der Feuerwiderstand wird verbessert, durch Aufbringen von zusätzlichen Schichten zum Schutze der Bewährung,
z. B. Putschisten.

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Wowereit will den Berlin-Tourismus fördern Foto: Messe Berlin
Wowereit will den Berlin-Tourismus fördern Foto: Messe Berlin

Brandschutz sicher testen

Kommt ein altes Mütterchen zu Wowereit: “Herr Bundeskanzler, sagen Sie mal, wer hat eigentlich am Flughafen BER den Brandschutz geplant? Die Politiker oder die Wissenschaftler?”

“Aber junge Frau! Selbstverständlich haben die Politiker den Brandschutz geplant!”

“Ach! das dachte ich mir schon! Die Wissenschaftler hätten ihn sicher zuerst an Ratten ausprobiert!”

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Brandschutz am Flughafen – eine unendliche Geschichte

Brandschutz an einem kleinen, völlig unbedeutenden und unbekannten Flughafen in Deutschland. Auch der muss funktionieren, selbstverständlich.

Da ist eine Feuerwehr. Sie möchte löschen. Sie möchte dabei etwas sehen. Sie stört der Rauch. Sie möchte eine Entrauchung. Auch im Keller.

Da ist ein kleines, völlig unbedeutendes und unbekanntes Brandschutzbüro in Deutschland. Es hört die Wünsche der Feuerwehr und plant eine Entrauchung.

Da ist ein kleines, völlig unbedeutendes und unbekanntes Architekturbüro in Deutschland. Es will die Planung des kleinen usw. Brandschutzbüros umsetzen und baut eine Entrauchung.

Da ist schon wieder eine Feuerwehr. Sie stellt fest, dass die gebaute Entrauchung so gar nicht funktioniert. Wo Rauch raus will muss frische Luft rein. Klein, unbedeutend, unbekannt wusste das nicht, wie schade.

Das kleine usw. Architekturbüro will zu der Entrauchung eine Zuluft bauen. Jeder freut sich, jeder mag das, darf es aber nicht, weil es rausgeschmissen wird.

Ein kleiner usw. Flughafen bekommt trotzdem eine Zuluft; irgendwie, z. B. vom Nikolaus, weil er doch so lieb und so klein ist.

Geschafft! Aus dem kleinen usw. Flughafen wird die größte Müllverbrennungsanlage Deutschlands. Giftige Gase raus – frische Luft rein, jeder freut sich, jeder mag das und ein kleiner usw. Flughafen geht in Betrieb, ENDLICH.

(Anmerkung: Natürlich hat ein kleiner usw. Flughafen noch andere Brandschutzherausforderungen. Darüber reden wir später, versprochen!)

Oh Tannenbaum! O Tannenbaum! Wie rot sind deine Funken?

So steht er richtig: Der Weihnachtsbaum im Rathaus, mit Feuerlöscher in Reichweite.
So steht er richtig: Der Weihnachtsbaum im Rathaus, mit Feuerlöscher in Reichweite.

Prachtvolle 7 m hoch sollte er sein und – wie in 25 Jahren – in der Adventszeit für vorweihnachtliche Stimmung sorgen, der Tannenbau im Barmer Rathaus. Jedes Jahr fand er seinen repräsentativen Platz zwischen Paternoster und dem Eingangsbereich zum Lichthof, wo er seine leuchtende und glitzernde Pracht in voller Höhe entfalten konnte.

Ein Brandschutzexperte sah jetzt jedoch rot! Er hat erhebliche Bedenken wegen des bisherigen Standortes angemeldet:

  • bei einem Brand kann eine „Kaminsogwirkung“ entstehen und
  • aufsteigender Qualm kann Fluchtwege unpassierbar machen.

Der Tannenbaum wurde daher in diesem Jahr in das Foyer verbannt und wegen der niedrigeren Deckenhöhe um die Hälfte auf 3,50 Meter gestutzt.

Im Rathaus macht man so ab sofort beim Tannenbaum halbe Sachen und der „Schrumpfungsprozess“ in der Verwaltung macht auch nicht vor dem städtischen Weihnachtsbaum halt.

Gleichzeitig wird die Energiebilanz der Stadt aufgebessert, auch die Lichterketten sind nur noch halb so lang.

In den kommenden Jahren kommen noch weitere Einspareffekte hinzu, wenn für das Barmer Rathaus keine sieben Meter große Tanne in der Mitte mehr durchgesägt, sondern gleich ein passender „Brandschutz-Tannenbaum“ bestellt wird.

Weiterlesen …

Alarm in der Botschaft

Ein kalter Berliner Wintermorgen graut durch die vergitterten Fenster der Botschaft einer arabischen Republik (Name der Redaktion bekannt).

Der Brandschutzingenieur steigt in sein Auto auf dem Weg zur Arbeit.

Seine Excellenz, der Botschafter schläft sanft in der Belle Etage, sein Fahrer friert im Keller.
Der Brandschutzingenieur friert im Auto.

Der Fahrer des Botschafters wärmt seinen Tee.
Der Brandschutzingenieur macht sich warme Gedanken.

Der kalte Tee schwappt in der nagelneuen Kunststoffthermoskanne des Fahrers.
Im Auto des Brandschutzingenieurs schwappt das Benzin.

Die Thermoskanne des Fahrers steht auf der heißen Herdplatte in der Teeküche.
Der Brandschutzingenieur sucht einen Parkplatz.

Rauch steigt auf in der Botschaft.
Der Brandschutzingenieur steigt aus dem Auto.

Mehr Rauch steigt auf in der Botschaft.
Der Brandschutzingenieur sucht seinen Schlüssel.
Noch mehr Rauch steigt auf in der Botschaft.

Der Brandschutzingenieur betritt sein Büro.
Die Brandschutzmeldeanlage riecht Rauch in der Botschaft.
Der Brandschutzingenieur riecht Kaffee.

Seine Excellenz der Botschafter wird unsanft geweckt von seiner Brandmeldeanlage.
Der Brandschutzingenieur erweckt seinen Computer.

Der Botschafter ist wütend.
Der Brandschutzingenieur ist noch müde.

Der Botschafter ruft nach dem Diener.
Den Brandschutzingenieur nervt sein Telefon.

Der Botschafter nimmt den Hörer.
Der Brandschutzingenieur nimmt den Hörer.

Der Botschafter brüllt in den Hörer:
„HELLO MR. ENGINEER, STOP THIS NOISE!!!!“

Die Bausitzung

Dicke Luft in der Bausitzung.

Die Vertreter eines bekannten Berliner Brandschutzbüros haben sich verspätet. Alle – einschließlich eines ebenso bekannt hypernervösen Bauherrn und Projektentwicklers – warten auf die Lösung einer kniffligen Brandschutzfrage.

Endlich treffen die Experten ein.

Umweltbewußt haben sie die U-Bahn benutzt

- leider sind sie erwischt worden –

beim Schwarzfahren!

(Anmerkung: Die Geschichte ist völlig frei erfunden. Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind rein zufällig und in keiner Weise beabsichtigt!)

Wenn ein Meeting auf Bayerisch wäre …

… würde es nur halb so lang dauern!

Mia san mia es ist durchaus alternativlos für Sie, unsere Meinung zu teilen
… und schreim uns uns … sonst könnten wir uns zu unberechenbaren Maßnahmen hinreißen lassen!
Ja spinn i Ich kann gar nicht glauben, was sie mir erzählen!
Wia laft´s nachad so? Wie sind Sie mit der Performance zufrieden?
Ois is isi Ihrem Wunsch folgend, können wir die Änderungen sofort einbauen
Ha? Könnten Sie die Frage noch einmal wiederholen? Dieser Sachverhalt scheint mir sehr ungewöhnlich
Ja vareck Auf diese Wendung der Dinge waren wir nicht hinreichend vorbereitet
Eha Das ist aber eine Überraschung
Des is a Gfrett Die Komplexität des Problems zwingt uns zu einer gründlichen Überarbeitung
Aus iss Kaum zu glauben, dass sie in so eine Situation kommen konnten
Gäh weida Und Sie konnten für dieses Komplizierte Problem eine Lösung finden!?
De Saubande … Das aggressive Marketing unseres Mitbewerbers …
Den wann i dawisch Bei unserem nächsten Meeting werde ich die Sache noch einmal ansprechen
Host eam gseng Sein Auftreten in dieser Situation war wohl nicht ganz angemessen
A so a narrischa Kampe, a narrischa Die vorgeschlagene Lösung scheint etwas überdimensioniert
Dann guad Nacht um sechse Unter diesen Umständen werden wir das Projekt wohl on hold setzen müssen
Des sog i da Diese Sache möchte ich besonders betonen
Do wennst ma ned glei obhaust Mit dieser Sache möchte ich mich im Moment nicht befassen
Kon scho sei Es spricht einiges dafür, dass Sie Recht haben
So iss aa wieda need Der Sachverhalt ist komplizierter als, er sich im Moment darstellt
Schau ma moi Detaillierte Aussagen sind im Moment nicht opportun
A bissl wos gäd oiwei Eine Kompromisslösung ist vorstellbar
Do schiabt se heit nix mea Die Arbeiten können heute leider nicht mehr fertig gestellt werden
Jetzt wart ma moi Im Moment sollten keine Entscheidungen getroffen werden
Wennst moanst Ich akzeptiere ihre Meinung, würde aber das Gegenteil vorziehen
Schmarrn Da bin ich anderer Meinung
Des woaß i aa ned Darauf kann ich im Moment keine Antwort geben
Nacha back mas Wir werden uns um ihr Problem kümmern
So a vareckts Glump Im Moment besteht ein Qualitätsproblem
Dea ziagt ned Der Kunde teilt in dieser Angelegenheit nicht unsere Meinung
Aba heid nimma Es ist uns heute leider nicht mehr möglich
Heia samma hi Wir werden nicht umhin können, für dieses Geschäftsjahr eine Gewinnwarnung herauszugeben
Do legst de nieda Konsequenzen in dieser Schärfe waren uns nicht bewusst
… und stehst nimma aaf … wir sehen uns aber gezwungen, sie zur Kenntnis zu nehmen
Ziefan, bläde Der Umgang mit diesen Karrierefrauen kann einen manchmal schon die Nerven kosten
Sog bloß Entspricht diese Darstellung wirklich den Tatsachen?
Mei Fahren Sie mit ihren Ausführungen ruhig weiter fort

Oh mei Die Entwicklung der Dinge nimmt offenbar einen unerfreulichen Verlauf
Ja mei Das ist nun mal der Lauf der Dinge, wir sollten uns da heraus halten.
Scho aa In diesem Punkt teilen wir ihre Ansicht voll und ganz
Nia In diesem Punkt verfolgen wir einen etwas anderen Ansatz
Spinn i ganz Die Sache überrascht mich aber sehr
Sauhammi, bleeda Wir sehen uns gezwungen, Ihnen das Vertrauen zu entziehen
Sammas? Damit schließen wir die Veranstaltung. Es war eine große Freude, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir danken allen Teilnehmern für ihre wertvollen Beiträge und die Zeit, die sie uns geopfert haben. Gegebenenfalls werden wir wieder auf sie zukommen.

Die alten Linden

Auch schön:

Wir haben einen Fällantrag für mehrere sehr alte Linden gestellt, um bei einem Bestandsgebäude von der Jahrhundertwende eine Aufstellfläche herzurichten, weil dort der 2. Rettungsweg fehlte.

Große Diskussionen mit den Grünflächenamt, nach Monaten endlich der Bescheid.

Auszug:

“… Es ist an gleicher Stelle eine Ersatzpflanzung vorzunehmen.”

von Wiebke Falke
IBP – Ingenieurgesellschaft für Brandschutzplanung mbH
Mitglied in der XING-Gruppe Architektur Holzbau Brandschutz

Gruppe

Die Einsatzzentrale

Es läuft gerade eine internationale Großveranstaltung in einer deutschen Großstadt. Die Verantwortlichen für Sicherheit und Ordnung treffen sich zum täglichen Einsatzmeeting.

Alle Vorkommnisse und Beobachtungen werden vorgetragen und eingehend erörtert.

Die Sicherheitslage scheint überschaubar und bestens organisiert.

Der “Chef vom Dienst” fragt nochmal alle, ob sie noch etwas beizutragen hätten, sonst würde er das Meeting gerne schließen und jeder könne wieder zurück an seine Arbeit gehen.

Schüchtern zeigt der eingesetzte Brandschutzbeauftragte ein Foto auf seiner Digitalkamera. Das Bild zeigt einen Blick in die Einsatzzentrale. An der Decke sind die Rauchmelder mit Plastikbechern abgeklebt. Darunter sitzen die Einsatzkräfte und … rauchen.

(Anmerkung: Die Geschichte ist völlig frei erfunden. Ähnlichkeiten mit real existierenden Sachverhalten oder Personen sind rein zufällig und in keiner Weise beabsichtigt!)

Eberl-Pacan
Architekten + Ingenieure für Brandschutz
Fasanenstraße 44
10719 Berlin-Wilmersdorf
Tel. +49 30 700 800 930