Wer wird Weltmeister: Holz oder Beton?

Spannendes Finale zwischen den Halbfinal-Sieger-Baustoffen

Das Sensations-Finale ist perfekt: Beton, der sich mit spielerischen Vorteilen in punkto Flexibilität und Leichtfüßigkeit gegen die Mauertechnik der Ziegel knapp durchsetzen konnte, trifft auf Holz, das mit seiner gradlinigen Spielweise aus guter Bearbeitbarkeit und Wärmeisolation die Abwehrschwächen von Stahl beim Tragverhalten im Brandfall zu einem klaren Sieg zu nutzen wusste. Wer wird den direkten Vergleich der beiden Favoriten gewinnen?

1:0 WOHNKLIMA

Beton beginnt druckvoll, drängt Holz durch aggressives Pressing in dessen Strafraum und kommt auf diese Weise bereits nach zwei Minuten durch einfache Verarbeitung zu einer ersten Torchance. Doch nachdem die Holz-Elf die anfängliche Druckphase ohne Gegentreffer überstanden hat, geht es in der 11. Minute durch eine sehenswerte Kombination seiner wohnklimatischen Vorteile in Führung. Nach einem Eckball, der durch trockene Bauweise von links getreten wird, kann angenehme Oberflächentemperatur freistehend am Fünfmeterraum den Ball per Volley ins Tor schießen.

2:0 SCHALLSCHUTZ

Beton intensiviert seine Offensivbemühungen. Hohes spezifisches Gewicht und Formstabilität schalten sich im Mittelfeldspiel vermehrt in die Angriffsaktionen ein. Allesamt bleiben die Spielaktionen jedoch durch resonanztechnische Fehlpässe und überdimensionierten Materialeinsatz unwirksam. In der 23. Minute fällt dagegen das 2:0 durch intelligente Nutzung des Holzbau-Systems. Nach einem Spielzug über mehrschalige Kombinationen aus verschiedenen Materialien im Strafraum, der zunächst an Torwart solide und beständige Massivbauweise scheitert, können verschiedene Dichten den Abpraller dann aber zum Torschuss verwerten.

neue Zeile

3:0 GESUNDES WOHNUMFELD

In den folgenden sechs Minuten erzielt Holz in kurzer Folge drei weitere Treffer. Zunächst trifft vollgedämmte Außenwandkonstruktion in der 24. Minute nach einer Flanke von Mannschaftskapitän geringe Wärmeleitfähigkeit, die lösemittelfreie, wasserlösliche und atmungsfähige Lasuren und ätherische Öle passieren ließ, per Direktabnahme mit dem linken Außenrist von der linken Strafraumgrenze. Gemeinsam schaffen sie mit einem gesunden Wohnumfeld eine beruhigende Führung.

4:0 WÄRMESCHUTZ

Ihren zweiten Treffer erzielt vollgedämmte Außenwandkonstruktion (Winter) zwei Minuten später und nur 20 Sekunden nach dem Wiederanpfiff nach einem Doppelpass mit schlechtem Wärmespeicher (Sommer) auf Höhe des Elfmeterpunkts.

5:0 LEBENSDAUER

Danach erhöhen barocke Fachwerkhäuser in der 29. Minute im Zusammenspiel mit russischen und kanadischen Blockhäusern durch ihre technische Lebensdauer von über mehrere hundert Jahren zum Halbzeitstand von 5:0. Einige Hundert Fans der Beton-Elf haben zu diesem Zeitpunkt das Stadion bereits verlassen.

neue Zeile

6:0 MATERIALQUALITÄT UND BAUAUSFÜHRUNG

Nach der Pause erarbeitet sich Beton durch unkomplizierte Herstellung in der 52. und die zur zweiten Halbzeit eingewechselte große Flexibilität in der 53. Minute gute Chancen, scheitert jedoch beide Male an High-Tech-Produktionsanlagen im Tor von Holz. Auf der Gegenseite trifft die in der 58. Minute die für gute Planung eingewechselte fachgerechte Ausführung. Sie erzielt ihren ersten Treffer elf Minuten nach ihrer Einwechselung auf Höhe des Elfmeterpunkts nach einem Querpass im Strafraum durch kreuzweise übereinander gestapelte Holzlamellen und trifft zum 6:0

7:0 BRANDSCHUTZ

Beim zweiten Treffer zehn Minuten später setzt sich dämmende Schicht nach geschickter Vorarbeit durch Verkohlen der Oberfläche, die das ungehinderte Verbrennen verzögert, im Laufduell gegen innere Zerstörung der Struktur in der Innenverteidigung der Beton-Elf durch und schießt den Ball aus kurzer Distanz an die Unterkante der Querlatte, von der dieser ins Tor abprallt.

7:1 FEUCHTESCHUTZ

Zum Sündenbock für die sich abzeichnende hohe Niederlage haben die Beton-Fans inzwischen den Stürmer Neubaufeuchte erkoren, der bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen und mit Schmähgesängen bedacht wird, bis er während des Holz-Torjubels zum 7:0 auswechselt wird. Nachdem kurz zuvor trockene Bauweise nach Zuspiel von geringer Wärmeleitfähigkeit das mögliche 8:0 vergeben hat, gelingt Wasserundurchlässigkeit der Beton-Elf in der 90. Minute nach einem langen Zuspiel maximal äquivalenten Wasserzementwerts und im Zweikampf mit verschiedenen Dichten immerhin der Ehrentreffer für die Betonköpfe.

Quellen:

Wikipedia
Müllers Büro

Vielen Dank an:

Eberl-Pacan
Architekten + Ingenieure für Brandschutz
Fasanenstraße 44
10719 Berlin-Wilmersdorf
Tel. +49 30 700 800 930