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Reinhard Eberl-Pacan: Sechzehn Fragen – Sechzehn Antworten


1. Was war Ihr größter beruflicher Erfolg?

Mein größter beruflicher Erfolg war sicherlich die Erkenntnis, dass sich eine Vielzahl meiner Ideen, meiner Erfahrungen und Vorstellungen im Bereich der Architektur 2007 in Berlin plötzlich unter dem Stichwort Brandschutz zusammen fassen ließen.

Es war nicht so, dass ich ein besonderes Faible für Baurecht hatte. Mich interessierten eher die Lücken und die Interpretationen der Bauordnung. Schon lange Zeit trug ich die Idee in mir, meinen Kolleginnen und Kollegen bei der Umsetzung der Idee, Innovation oder Kreativität in ihren Entwürfen zu helfen, ohne sie dabei zu verwässern oder zu verfremden.

Das neue Baurecht verlagerte die Verantwortung für sichere bauliche Anlagen von den Behörden auf Architekten und Ingenieure. Das eröffnete mir die Möglichkeit, gemeinsam mit diesen Kolleginnen/Kollegen Ungesehenes sichtbar, Unmögliches möglich und Unerwartetes selbstverständlich zu machen ohne Kompromisse bei der Einhaltung der baurechtlichen Vorgaben eingehen zu müssen.

2. Gab es schwere berufliche Niederlagen? Wenn ja, wo lagen die Ursachen dafür?

Ja, es gab schwere berufliche Niederlagen. Zweimal ist es mir nicht gelungen, eingespielte und effektive Teams in Krisenzeiten zu führen, zu motivieren und trotz widriger Umstände weiterzuentwickeln.

Damals habe ich die Gründe weit weg von mir gesucht: die schlechte Lage der Baubranche, die miese Zahlungsmoral, die Insolvenz unserer Kunden in der Internetkrise.

Tatsächlich fehlten mir die Zuversicht, der Weitblick, der Mut und die Erfahrung um mich im Moment der Niederlage dem Umfeld, z. B. meinen Mitarbeitern, zu öffnen und die Situation klar und eindeutig zu benennen.

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3. Welche Herausforderungen haben Sie in bisherigen Ausbildungen/Tätigkeiten gesehen?

Nach meinen Erfahrungen aus meiner Ausbildung und Tätigkeit als Journalist hat mich am Studium der Architektur ganz besonders die Möglichkeit fasziniert etwas zu schaffen, was länger währt als ein Beitrag in einer Tageszeitung.

Die Ausbildung brachte mich mit kreativen Tätigkeiten – wie Zeichnen, Malen, plastisches Gestalten – zusammen, die ich vorher in mir eher als abwegig eingestuft hatte. Ich habe es darin nie zur Meisterschaft gebracht aber immerhin zu viel Selbsterkenntnis.

4. Was war die schwierigste Entscheidung, die Sie je treffen mussten?

Die Büropartnerschaft mit zwei älteren Architekten war nach Jahren mehr oder weniger erfolgreicher Zusammenarbeit schlussendlich verschlissen und zerrüttet.

Aufgrund der vertraglichen Regelungen, mit der ich die Partnerschaft eingegangen war, befand ich mich in einer komfortablen Situation und konnte bei einer Fortführung nur gewinnen. Andererseits lähmten mich die Spannung und die zunehmenden gegenseitigen Anfeindungen bei der täglichen Arbeit.

Ich hatte die Wahl: Entweder ich blockiere meine Kraft, meine Kreativität und meinen Tatendrang in der Komfortzone oder ich kappe die Nabelschnur, die meine finanzielle Existenz auf unbestimmte Zeit absichern konnte.

Relativ schnell war mir klar, dass es keine wirklichen Alternativen waren und ich habe damals – leider – die schärfste meiner Waffen für einen klaren Trennstrich benutzt: meinen Sarkasmus.

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5. Was hat Ihnen geholfen, sich zu entscheiden?

Mein Glaube an mich selbst, meine Überzeugung, dass mich eine neue Herausforderung nur stärker machen kann und die Gewissheit, dass alle um mich herum, die mir nun dringend abrieten, mich fünf Jahre später verstehen würden.

6. An welchen Arbeitsgebieten sind Sie besonders interessiert?

Meine Beschäftigung mit Brandschutz ermöglichte es mir, wieder zu meiner heimlichen Berufung, dem Umgang mit Sprache, mit Kommunikation und Information zurückzukehren.

Heute begeistert es mich am meisten, wenn ich komplexe und scheinbar unerklärliche, unerhörte Sachverhalte mit einfachen Worten und Sätzen der Expertin/dem Experten und dem interessierten Laien neu und besser darstellen kann.

7. Welche besonderen Interessen verbinden Sie mit dem Thema “Brandschutz”?

Brandschutz ist Baurecht.

Baurecht ist die gesellschaftliche Vereinbarung eines minimalen Sicherheitsniveaus bei der Benutzung von baulichen Anlagen.

Dieses Niveau muss von jedem Beteiligten an Bauprozessen eingehalten werden, freiwillig gerne mehr, niemals weniger. Es zu finden, zu kommunizieren, zu planen und umzusetzen ist meine vornehmste Aufgabe.

8. Welche Bedeutung hatte “Holzbau” in Ihrer bisherigen beruflichen oder Ausbildungslaufbahn?

Wenig! Holz als Baustoff lief bei meiner Ausbildung und bei meiner Tätigkeit immer wie selbstverständlich nebenher.

Wo er passte, wurde er eingesetzt. Gefühlt eher zu wenig, aber Begriffe wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit oder Klimaerwärmung spielten damals keine Rolle.

Irgendwann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Werde ich einmal in dieser Stadt in einem Haus wohnen, über Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Klimaerwärmung nachdenken und mich wohl fühlen können?

9. Was ist Ihnen an Ihrem Arbeitsplatz besonders wichtig?

Ich brauche jeden Tag mindestens eine neue Herausforderung. Ich will etwas lernen, was ich gestern noch nicht gewusst, noch nicht gekonnt habe.

Es wäre schade, wenn eines Tages die Sonne aufginge und mir nicht neue Dinge oder mir alte Dinge in neuem Licht zeigte; schade für die Sonne. Sie täte mir leid, deshalb arbeite ich daran.

10. Welche Erwartungen knüpfen Sie an künftige Mitarbeiter?

Sie müssen ein Stück weit das mögen, was ich mag, aber sie dürfen nicht das sagen, was ich sage, noch nicht einmal das denken, was ich denke.

Sie müssen das tun, was ich ihnen aufgebe, aber es ist nicht falsch, mich zu überraschen oder es zumindest zu versuchen. Ist es positiv, hüpft mein Herz, ist es negativ, hüpft hoffentlich bald ihr Herz.

11. Wie ist die Bereitschaft zu flexibler Arbeit, Überstunden etc.?

Als Student oder freier Mitarbeiter hätte ich mich geschämt, das Büro vor meinem Chef zu verlassen.

Das ist anstrengend und nicht unbedingt produktiv. Heute traue ich mich, das Büro vor dem letzten meiner Mitarbeiter zu verlassen. Ich stehe dazu und ich kommuniziere es. Das ist bedeutend angenehmer!

12. Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Ich liebe Herausforderungen, ich liebe Herausforderungen, ich liebe Herausforderungen.

Doch ich liebe sie nicht um ihrer selbst willen, sondern weil ich weiß, dass mein Weg nur über steiniges, steiles, unwegsames und unbekanntes Gelände führt. Ich habe lange Zeit gebraucht, das zu akzeptieren und ich bin längst noch nicht am Ziel.

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13. Wie lösen Sie Konflikte im Team?

Kurzfristig hilft: reden, reden, reden.

Mittelfristig ist Zuhören der Schlüssel zum Verstehen. Dann höre ich einfach zu.

Langfristig beurteile ich die Menschen nach ihrem Tun: Ich stelle mich auf die Seite derer, die dauerhaft Gutes tun und darüber reden.

14. Wo liegen Ihrer Meinung nach Ihre persönlichen Stärken und Schwächen?

Dumme Frage! Wir sollten sie anders formulieren.

Es scheint erst mal völlig unerheblich was ich als Stärke oder Schwäche beurteile. Ich neige zur Dominanz! Ich bin initiativ und innovativ! Ich bin ein Selbstdarsteller!

Ich kann gut andere Götter neben mir haben! Ich bin beherrscht! Ich bin unbeherrscht! Ich bin tiefgründig und nachtragend! Ich bin spontan und begeisterungsfähig. Und ich kann in jeder Situation noch ganz anders: Es liegt an meinem Gegenüber, was er daraus macht!

15. Welche Hobbies möchten Sie uns verraten? (weil sie Bezug zur angestrebten Tätigkeit haben)

Hobbies waren lange Zeit ein Fremdwort für mich. Mein Hobby war mein Beruf, meine Berufung.

Langsam musste ich lernen, dass es daneben Dinge gibt, die dazu gleichwertig sind: Skifahren auf der schwärzesten der Pisten, Tauchen im tiefsten der Meere, Reiten auf dem schwierigsten der Pferde, segeln am höchsten am Wind, ich weiß ich werde das Maximum nicht schaffen, aber versuchen will ich es!

Daneben habe ich gelernt, dass ich selbst das wichtigste Hobby für mich bin: Ich will mich einfach um mich selber kümmern!

16. Was wollen Sie in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren sein?

2017: Mein Büro ist als Marktführer Brandschutz in Berlin und Marktführer Brandschutz im Holzbau deutschlandweit positioniert.

Mein Aufgabenfeld erstreckt sich dabei auf Fachbeiträge, Vorträge und Ausbildungsangebote zum Brandschutz und zum Brandschutz im Holzbau.

2022: Ich übergebe mein Büro endgültig an einen oder mehrere Nachfolgerinnen oder Nachfolger.

Vermutlich werde ich meine journalistische Tätigkeit noch fortsetzen und Vorträge ggf. in einer von mir geleiteten Ausbildungseinrichtung zum Brandschutz halten.

Daneben werde ich meine Sammlung an Poesie, Kurzgeschichten, Märchen, Erzählungen aufarbeiten und verlegen.

2027 … mit Orden behängt und in allen einschlägigen Beiträgen und Medien erwähnt!

Eberl-Pacan
Architekten + Ingenieure für Brandschutz
Fasanenstraße 44
10719 Berlin-Wilmersdorf
Tel. +49 30 700 800 930