Journalist, Architekt und Brandschutzexperte

Die Story hinter Eberl-Pacan Architekten + Ingenieure Brandschutz

Ich bin Reinhard Eberl-Pacan, Journalist, Architekt und Brandschutzexperte. 1979 kam ich nach Berlin, wild entschlossen, Journalist zu werden.

Nachdem ich mich an der FU Berlin zwei Semester mit neuen Medien − das waren 1979 so exotische Formate wie BTX oder Videotext − beschäftigt hatte, stellte ich fest, dass der Journalist einer ist, der über vieles schreibt, von dem er keine Ahnung hat.

Da ich gleichzeitig auf Wohnungssuche war, sattelte ich um auf Architektur.

Das hat dann soviel Spaß gemacht, dass ich mit viel Begeisterung ca. 27 Jahre dabei blieb. Bis 2007 der Spaß und die Aufträge nachließen und ich feststellte, dass der Architekt einer ist, der nichts über alles weiß.

So beschloss ich, mich auf Brandschutz zu spezialisieren. Brandschutz fühlte sich damals so übersichtlich an. Einfach nur ganz viele Gesetze und Regeln lernen. Einmal werde ich sie alle gelernt haben, dann bin ich der Profi und keiner kann mir etwas erzählen, was ich nicht längst über Brandschutz weiß. Nicht ganz richtig vermutet, wie sich später herausstellte.

Zum Generalthema Brandschutz kam dann schnell das Spezialthema Brandschutz im Holzbau. Mir wurde klar, dass Holz und Brandschutz nicht wirklich zusammenpassen; dass Holzbau zumindest bei höheren Gebäuden als Einfamilienhäusern quasi verboten war − wegen Brandschutz!

Da wollte ich Abhilfe schaffen, vor allem zu Gunsten von Holzbauten in der Innenstadt, im urbanen Kontext.

Das Schreiben hatte ich nie verlernt. Über Beiträge für Fachzeitschriften zum Holzbau und zum Brandschutz kam ich wieder zurück zum Journalismus. Und ich muss sagen, es macht mir heute mehr Spaß denn je.

Nach 30 Jahren – wieder ein Presseausweis

Mitglied in der „Bundesvereinigung der Fachjournalisten e. V.“ (bdfj)

Presseausweis der bdfj
Presseausweis der bdfj

Er hätte von einer Schülerzeitung stammen können.

Meinen ersten Presseausweis der „Passauer Neuen Presse“ drückte mir der damalige Geschäftsführer Peter J. Fries in die Hand. Ein gefaltetes blaues Stück Pappe, ein blasses schwarz-weißes Foto hineingenietet. Ein junger Journalist wurde losgelassen – neugierig auf diese unbekannte Welt.

Nach 30 Jahren halte ich wieder einen Presseausweis in der Hand; grauer Kunststoff im Scheckkartenformat. Als neues Mitglied in der „bundesvereinigung der fachjournalisten e.V.“ wurde er mir schlicht per Post zugesandt.

„Herr EberI hat infolge seiner gut entwickelten Auffassungsgabe schnell erkannt, worauf es im Journalismus und beim ‘Zeitungmachen’ ankommt. Er hat sich während der beiden Ausbildungsjahre alle notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten angeeignet, wobei Ihm sein waches Interesse an den Geschehnissen seiner Umwelt sehr zustatten gekommen ist. … Kritisches Urteilsvermögen und sorgfältiges Recherchieren führten, in Verbindung mit einem flotten, verständlichen Stil dazu, daß Herr EberI zu einem anerkannten Redaktionsmitglied wurde.“

(Auszug aus dem Dienstzeugnis der Passauer Neuen Presse)

die bdfj – Herzlich Willkommen

aus der Selbstdarstellung der “Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V.”

Die bdfj Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V. ist die Vertretung der zweitberuflich tätigen Journalisten in Deutschland. Die Organisation vertritt Festangestellte und Freiberufler, Wortredakteure und Fotografen, Fachjournalisten und Pressesprecher ebenso alle anderen Berichterstatter von Fernsehen, Hörfunk, Neuen Medien und Print.

Zwei Jahre Ausbildung im “Zeitungmachen” – ein Blick zurück

Hermann Unterstöger mit dem Henry-Nannen-Preis. Foto: Stern Archiv
Hermann Unterstöger mit dem Henry-Nannen-Preis. Foto: Stern Archiv

“Weggefährten” (und Mentoren) meiner damaligen journalistischen Tätigkeit waren unter anderem Hermann Unterstöger und Gerd Brunner.

Hermann Unterstöger schreibt seit Jahren erfolgreich in der „Süddeutschen Zeitung“ und erhielt 1997 den „Ben-Witter-Preis“ 2005 für das „Streiflicht“ den „Henry-Nannen-Preis“ und 2010 den „Ernst-Hoferichter-Preis“

Die Jury begründete 2010 die Auszeichnung damit, “es wäre kaum übertrieben zu sagen, Unterstögers Texte sind eine Form für sich, irgendetwas Drittes zwischen Journalismus und Kunst”. Unterstöger Markenzeichen sei seine feine Ironie, “ob er nun über Politiker schreibt, über die Tücken der Sprache, über Provinzpossen oder die römische Kurie.”

Gerd Brunner war jahrelang das personifizierte Institut für Journalistenausbildung. Der “Stipi-Papa” – wie er von den Stipendiaten liebevoll genannt wird – begleitete das Passauer Modell seit seinen Anfängen, stand den jungen Nachwuchsjournalisten mit Rat und Tat zur Seite, entwickelte die journalistische Ausbildung weiter und sorgte für ein lebendiges Netzwerk unter den Stipendiaten.

Mit dem 20jährigen Institutsjubiläum 2005 verband sich auch ein trauriger Anlass: Gerd Brunner verabschiedete sich von seinen Zöglingen in den Ruhestand.

Nebenbei ist Gerd Brunner Burgherr der Burg Niederhaus in Passau. Die “Veste Niederhaus” aus dem 13. Jahrhundert ist seit 1907 in Familienbesitz.

Eberl-Pacan
Architekten + Ingenieure für Brandschutz
Fasanenstraße 44
10719 Berlin-Wilmersdorf
Tel. +49 30 700 800 930