Darf bei der Brandschutz Planung Honorar gespart werden, Herr Eberl-Pacan?

… oder warum mir Lehrer* und Schüler* in den Schulen von morgen jetzt schon leid tun.

  • „Der Geist ist nicht eine Scheune, die man füllt, sondern eine Flamme, die man nährt.“

Célestin Freinet (1896 – 1966)

  • “Lehrer, Eltern und Schüler erleben Brandschutz zunehmend als Ärgernis und Stressfaktor.”
  • Zeitungen beklagen, „dass Schulen plötzlich wie Strafanstalten aussehen.“

Asendorpf, Dirk: Die Diktatur der Feuermelder, ZEIT Nr. 29 vom 7.7.2016

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Schulbau ist groß in Mode. Mit wachsenden Kinderzahlen werden plötzlich in ganz Deutschland neue Schulen gebraucht. Planungen und Wettbewerbe für Schulen sind in vollem Gange.

Wir sind darauf vorbereitet. Bereits seit 2014 entwickeln wir zusammen mit Architekten und Pädagogen eine zeitgemäße Brandschutzplanung für innovative Schulen und Unterrichtskonzepte.

BBF 2014

Die Lehrer* und Schüler* von morgen brauchen eine neue Schule, die geprägt ist von Inspiration und Motivation. Diese Schulen funktionieren nur mit Brandschutzkonzepten, die ebenso kreativ die Sicherheit der Lehrenden und der Lernenden im Fokus haben. Und sie dürfen aus Schulgebäuden keine unwirtlichen Gefängnisse machen.

Von Anfang an hatten wir für Schulgebäude auf Holzbau gesetzt. Doch auch neue Unterrichtsformen und Lernmethoden haben uns begeistert.

In Vorträgen zu Schulbaumessen und vor Bauherrnvertreter der Berliner Senatsverwaltung, in Beiträgen für Fachzeitschriften und in der praktischen Umsetzung haben wir diese Begeisterung weitergegeben und für einen neune Brandschutz in Schulen geworben.

SCHULBAU-Salon

Diese kreativen Lösungen und innovative Ideen gibt es nicht von der Stange.

Eine intensive Beschäftigung mit dem Thema, die individuelle Betreuung jedes einzelnen Projekts, eine exakte Würdigung jedes pädagogischen Gedankens in punkto Sicherheit und Brandschutz benötigen Engagement, Zeit und Aufwand.

Diese wollen genau und auskömmlich kalkuliert sein.

Bei den Rückläufern auf unsere Angebote stellen wir jedoch fest, dass die Entscheidungen für einen Zuschlag sowohl bei öffentlichen als auch bei privaten Auftraggebern oft ausschließlich nach dem Preis entschieden werden.

Der billigste Bieter bekommt den Auftrag: basta.

„Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.“

John Ruskin
Englischer Sozialreformer (1819 – 1900)

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Wir wollen uns darüber nicht beschweren. Soll der glücklich werden, der denkt für einen geringen Preis eine gleichwertige Leistung zu bekommen.

Diese Denkungsart passt nicht zu unserem Geschäftsmodell. Glücklicherweise gibt es auch Kunden, die anders denken; die Qualität und eine ordentliche Arbeit zu schätzen wissen. Außergewöhnliche Leistung haben ihren Preis und stechen nicht nur durch Kompetenz, Innovation und Leistungsfähigkeit sondern auch durch ihren Wert hervor.

Mehr noch: Mehraufwendungen für die Planung eines ordentlichen, auf das jeweilige Objekt optimal angepassten Brandschutzes, lassen sich bei einer optimal konzipierten und koordinierten Bauausführung um ein Vielfaches wieder einsparen.

Uns tun die beliebig zusammen gewürfelten Teams leid, die nur eines verbindet: Sie müssen an allen Ecken und Enden bei den Leistungen einsparen, um finanziell auf einen grünen Zweig zu kommen.

Uns tun die Kollegen* leid, die dann weiter gegen das Vorurteil ankämpfen müssen, Brandschutz ist ein Blockierer und noch dazu teuer in der Umsetzung.

Und nicht zuletzt tun uns die Kinder, Eltern und Pädagogen* leid, die sich tagtäglich mit einem unbrauchbaren Brandschutz in den Schulen herumschlagen müssen. Brandschutz der Kreativität nicht fördert, sondern behindert, der Räume zerschneidet und Wege verengt, der Nutzungen verbietet und Nutzer ausschließt. Es geht auch besser.

  • auch wenn wir nur die männliche Form verwenden, sind doch alle Geschlechter gemeint.
Eberl-Pacan
Architekten + Ingenieure für Brandschutz
Brunnenstraße 156
10115 Berlin-Mitte
Tel. +49 30 700 800 930